Nahmen den neuen Defibrillator am Rotkreuzhaus in Betrieb (von links): BRK-Kreisgeschäftsführer Roman Gaißer, BRK-Ausbildungsleiter Jürgen Reich, BoBa-Prokurist Martin Janke und BoBa-Vorstand Armin Mesmer

BodenseeBank übergibt neuen Defibrillator an BRK Lindau

Altes Gerät am Rotkreuzhaus auf der Lindauer Insel musste ersetzt werden

Sie können Leben retten und werden von Jahr zu Jahr mehr. Die Rede ist von Defibrillatoren (abgekürzt auch Defis genannt), die bei Herzrhythmusstörungen zum Einsatz kommen und durch Abgabe von Stromstößen die Wiederbelebungsmaßnahmen unterstützen. Ein solches Gerät befindet sich auch beim Rotkreuzhaus auf der Lindauer Insel – in unmittelbarer Nähe zum Parkhaus der Inselhalle. Weil dieser Defi aber in die Jahre gekommen ist, wurde er jetzt gegen ein neues topmodernes Gerät ausgetauscht – gespendet von der BodenseeBank Lindau.

Bei der Übergabe wies Roman Gaißer, Geschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes – Kreisverband Lindau, auf die Bedeutung dieser Geräte im Bereich der Ersten Hilfe hin. So gehen Fachleute davon aus, dass bis zu 75 Prozent der Betroffenen mit Hilfe eines solchen Geräts ohne bleibende Schäden gerettet werden können. Die ersten AEDs im Landkreis Lindau wurden im Jahr 2006 installiert. Die Abkürzung AED steht für „automatisierter externer Defibrillator“ – dieser wurde speziell für Laienhelfer entwickelt. Mit geschätzt rund 300 Geräten weise der Landkreis inzwischen eine der höchsten AED-Dichten (pro Einwohner) auf, so der Kreisgeschäftsführer.

„Ein Plus an Sicherheit“

Wie Martin Janke, Prokurist und Leiter der Firmenkundenbetreuung bei der BodenseeBank (BoBa), bei der Defi-Übergabe erklärte, möchte die Genossenschaftsbank damit auch „die Verbundenheit mit der Region zum Ausdruck bringen“, zumal ein solches Gerät für Einheimische wie Gäste „ein Plus an Sicherheit“ bringt. Finanziert wurde der Defi mit Geld aus dem Gewinnspartopf, sprich des Gewinnsparvereins der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken. 

BoBa-Vorstand Armin Mesmer wies darauf hin, dass BodenseeBank den ersten Defi bereits vor rund 15 Jahren in der ehemaligen Hauptgeschäftsstelle auf der Lindauer Insel installieren ließ. Dieser befindet sich heute in der SB-Stelle, nur wenige Meter vom damaligen Standort entfernt. Seither hat die BodenseeBank  immer wieder Geräte an verschiedenen Standorten in ihrem Geschäftsgebiet gespendet. Einer davon steht in der Lindauer Hauptgeschäftsstelle in der Bregenzer Straße und fünf weitere in den umliegenden Gemeinden in Wasserburg, Bodolz, Nonnenhorn, Oberreitnau und Schlachters.

 

Nach Angaben von Jürgen Reich, dem Ausbildungsleiter beim BRK-Kreisverband, handelt es sich bei dem gespendeten Defi um ein „Gerät der neuesten Generation“, das unter anderem auch über einen Kindermodus (zur Energiereduzierung) verfügt. Reich: „Der AED ist sehr, sehr schnell einsatzbereit. Er liefert zudem eine Diagnose, wann ein Elektroschock notwendig ist. Zu den weiteren Vorzügen gehört, dass die Akkulaufzeit doppelt so lang ist wie beim Vorgängergerät. Und er funktioniert zweisprachig, „spricht“ also auch Englisch. Reich: „Selbst völlig ungeschulte Anwender wissen beim Einsatz dieses Gerätes, was im Notfall als erstes zu tun ist.“

Foto: BoBa/Ulrich Stock

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