Scheckübergabe im Gewölbesaal des Hospitals (von links): GV-Bezirkspräsident Hermann Starnecker, BoBa-Vorstand Armin Mesmer, stv. Bezirkstagspräsident Edgar Rölz, Stiftungsvorsitzende OB Claudia Alfons, Stiftungspflegerin Angelika Rundel, Stiftungsverwalter Klaus Höhne und Pflegedienstleiterin Iris Stuhr-Höhne

Spende vom Gewinnsparverein der Volks- und Raiffeisenbanken

Große Freude beim Führungsteam des Senioren- und Pflegeheims der Evangelischen Hospitalstiftung auf der Lindauer Insel: Mit 5000 Euro unterstützt der Gewinnsparverein der Volks- und Raiffeisenbanken (VR-Banken) im Bezirk Schwaben die Arbeit der sozialen Einrichtung, die auf eine fast 800-jährige Geschichte zurückblicken kann. Stiftungsverwalter Klaus Höhne bedankte sich im Namen der Heimleitung für die großzügige Spende. Das Geld werde unter anderem für die Finanzierung eines Herbstfestes verwendet, das die Pflegekräfte gemeinsam mit den Heimbewohnern feiern werden – auch weil diese beiden Gruppen „unter Corona am meisten gelitten“ hätten.

„Das Geld ist hier bestens aufgehoben“, betonte Hermann Starnecker, Bezirkspräsident des Genossenschaftsverbandes (GV) Bayern, bei der Scheckübergabe. Von einer „guten Wahl“ sprach auch der stellvertretende Bezirkstagspräsident, Edgar Rölz. Er vertrat die Regierung von Schwaben, die im Auftrag des Genossenschaftsverbandes Empfehlungen abgibt, an welche gemeinnützigen Einrichtungen die Erlöse aus dem Gewinnspartopf verteilt werden sollten. Armin Mesmer, Vorstand der zum Genossenschaftsverband gehörenden BodenseeBank (BoBa) Lindau, unterstrich die Verbundenheit mit dem Hospital, nicht zuletzt auch durch die Kooperation mit der hauseigenen VR-Stiftung.

Claudia Alfons, Oberbürgermeisterin und Vorsitzende der Hospitalstiftung, freute sich, dass die Spende einer Pflegeeinrichtung zugutekommt, zumal das Thema Pflegenotstand in Zeiten von Ukrainekrieg und Energiekrise in der Öffentlichkeit schon wieder in den Hintergrund gerückt ist. Das spürt auch Heimleiter Höhne, der sich in dieser Hinsicht von der Politik allein gelassen fühlt. So habe die Anfang 2020 eingeführte „generalisierte Ausbildung zur Fachkraft“, sprich für alle Pflegebereiche, die Situation sogar noch verschärft. Denn durch diese „Reform“ würden die Pflegefachkräfte aus der Altenpflege vermehrt abwandern, insbesondere zu den Krankenhäusern. Höhne: „Statt den Pflegenotstand zu verbessern, wird sich dadurch die Situation in der Altenpflege weiter verschlechtern.“